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Alvar Aalto: Die Schönheit organischer Verbindungen

Alvar Aalto ist der wohl berühmteste finnische Designer. Seine Arbeit fand so viel Achtung, dass er beispielsweise eine Briefmarke seines Heimatlandes sowie eine 1986 erschienene Banknote mit seinem Porträt zieren durfte. Dieser große Erfolg Aaltos, der während seines ganzen Berufslebens dem Grundprinzip organischer Architektur, das ein ansprechendes Design durch die Harmonie von Architektur und Natur entsteht, treu blieb, war dabei längst nicht vorprogrammiert. Gerade die Anfangsjahre waren von einigen Rückschlägen gekennzeichnet.

Alvar Aalto: Schlaglichter eines besonderen Lebens
Geboren wurde Alvar Aalto im Jahr 1898 in dem kleinen Dorf Kuortone. Er stammte aus einfachen Verhältnissen: Sein Großvater war Förster und sein Vater Landvermesser. Als Glücksfall für ihn entpuppte sich 1903 der Umzug nach Jyväskylä, denn hier erhielt er künstlerischen Unterricht und konnte sein Abitur machen. Von 1916 bis 1921 studierte Aalto in Helsinki Architektur und wollte nach dem Abschluss ein eigenes Büro in der Hauptstadt eröffnen, doch er scheiterte. Stattdessen heuerte er als Assistent in Jyväskylä an und veröffentlichte in den folgenden Jahren unter dem Pseudonym Remus Fachartikel in einer großen Tageszeitung, die viel Anklang fanden. Alvar Aalto reiste in den folgenden Jahren durch ganz Europa und wurde dabei insbesondere durch das deutsche Bauhaus sowie dem deutschen Werkbund beeinflusst. 1933 konnte er mit seinem eigenen Atelier endlich nach Helsinki übersiedeln, doch die Reise seines Lebens war noch nicht beendet. Er und seine Familie flohen vor dem Krieg in die USA, wo er eine Professur am MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Cambridge erhielt. 1976 verstarb Alvor Aalto in Helsinki.

Das Design-Konzept von Alvar Aalto
Bis heute sind die Arbeiten von Alvar Aalto unverwechselbar. Besonders in Möbeln und Gebrauchsgegenständen, wie den berühmten Aalto-Vasen von iittala wird seine Interpretation der Verbindung von Architektur und Natur augenfällig. So bevorzugt der Designer kubische Formen, die an Atome und das Kreisrunde der Erde erinnern, zugleich aber den zweckmäßigen Vorteil bieten, dass sie viel Platz schenken. Alvar Aalto selbst schrieb einmal über seine Arbeit, menschliche Gegenstände seien keine Allegorien, die einen eigenen Wert hätten, sondern seien vielmehr lebendige Bausteine, wie Zellen und Gewebe, weshalb man sie nicht anders als diese biologischen Einheiten behandeln dürfe.

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